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Gebäude der Universitäts-Nervenklinik

Adresse

Abteilung für
Forensische Psychiatrie
Universitätsklinikum Würzburg
Zentrum für Psychische Gesundheit
Füchsleinstr. 15
97080 Würzburg

Telefon: +49 (0)931 20177510
Fax: +49 (0)931 20177520

Email: forensik@ukw.de

Abteilung für Forensische Psychiatrie

Forensische Psychiatrie ist ein Spezialgebiet der Psychiatrie, das sich mit allen Fragen und Problemen im Grenzgebiet zwischen Recht und Psychiatrie beschäftigt. "Forensisch" leitet sich vom lateinischen "forum", der Markt ab, der u.a. der klassische Ort für Gerichtsverfahren war. Es wird heute in der Bedeutung "gerichtlich" bzw. "die Gerichtsverhandlung betreffend" verwendet.

In der Öffentlichkeit wird die Forensische Psychiatrie vor allem mit der Begutachtung und Behandlung von Straftätern in Verbindung gebracht. Die gutachterliche Beurteilung im Strafverfahren und die Behandlung von psychisch kranken Rechtsbrechern stellen in der Tat einen zentralen Bereich der forensisch-psychiatrischen Arbeit dar, womit die Forensische Psychiatrie einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Allgemeinheit und den Schutz potentieller Opfer leistet.

Besonders bedeutsam für den Opferschutz ist im Rahmen der Weiterentwicklung der Forensischen Psychiatrie und Psychologie der Aufbau von ambulanten Versorgungsstrukturen für psychisch kranke Straftäter, wobei hier insbesondere von Seiten des Maßregelvollzuges in den letzten 15 Jahren erhebliche Fortschritte erzielt wurden.

Noch unzureichend  – trotz vereinzelt guter Ansätze – sind aber bislang die Möglichkeiten einer kriminalpräventiv wirksamen Ambulanzarbeit für die große Zahl der aus der Haft entlassenen Straftäter. Deshalb gilt die Forderung: „Justizambulanzen“ braucht das Land!

Forensische Psychiater werden jedoch auch häufig auf anderen Rechtsgebieten tätig, so z.B. im Rahmen von Begutachtungen in den Bereichen Sozialrecht, Zivilrecht, Betreuungsrecht, Versicherungsrecht oder Verwaltungsrecht. Dabei leistet die Forensische Psychiatrie Hilfestellungen für Entscheidungen von Gerichten und Behörden im Umgang mit tatsächlich oder vermeintlich psychisch kranken Menschen, indem sie ggf. psychische Störungen feststellt und die Auswirkungen solcher Störungen auf rechtlich relevante Fähigkeiten und Handlungen beurteilt.